Was im Buch steht

22 Kapitel. Eine Frage.

Wissen, wann KI. Und wann Intuition.

Zwei Anrufe · dieselbe Woche

Zwei kluge Unternehmer.
Zwei Irrtümer. Ein dritter Weg.

Anruf 1 · Montag, kurz nach acht

Alles automatisieren

„Die KI kann doch angeblich alles. Warum funktioniert bei uns nichts?“

Maschinenbau, knapp fünfzig Mitarbeiter. Jede Abteilung sollte automatisieren, was sich automatisieren lässt. Drei Monate später: ein Berg halbfertiger Projekte, ein Chatbot, der falsche Lieferzeiten nennt — und ein Team, das heimlich zu Excel zurückkehrt.

Anruf 2 · Mittwochnachmittag

Nichts anfassen

„Das brauchen wir doch nicht.“

Handel, dritte Generation. KI sei ein Hype, seine Branche lebe von Handschlag und Vertrauen. Was er nicht wusste: Sein größter Wettbewerber beantwortete Ausschreibungen in einem Drittel der Zeit — und hatte ihm dreimal in zwölf Monaten den Auftrag weggeschnappt.

Beide Lager raten — das eine optimistisch, das andere pessimistisch. Kintuition heißt: aufhören zu raten.

Was dieses Buch dir gibt

Eine Werkbank.
Keine Vitrine.

Lies nicht nur. Nimm dir nach jedem Kapitel eine Sache heraus und probier sie noch am selben Tag aus. Dafür sind die Prompts da, dafür die Grafiken, dafür die Beweisstücke.

Eine Werkbank erkennt man daran, dass sie Spuren bekommt.

Klarheit statt Angst

Kein Buch, das dir erst Angst macht, um dir dann die Pille zu verkaufen. Was die Maschine wirklich kann — und wo sie dich blendet.

Einrichten, führen, besitzen

Wie du KI aufsetzt, steuerst und besitzt, statt sie nur zu mieten. Vom ersten Chat bis zum eigenen System auf deinem Rechner.

Blendung erkennen

Jede KI-Antwort klingt überzeugend. In dreißig Sekunden erkennen, ob sie auch gut ist — bevor es Geld oder Ruf kostet.

Wann du sie ausschaltest

Der wichtigste Teil: wann eine Entscheidung nach dir verlangt — und nach niemandem sonst. Die letzte Entscheidung bleibt bei dir.

Der Aufbau

Zweiundzwanzig Kapitel.
Zwei Gespräche. Eine Frage.

Jedes Kapitel beginnt im Buch mit einer eigenen Tafel. Das Kapitel, das dem Buch den Namen gibt, ist Kapitel 12. Danach, wie es im Buch heißt: „Was jetzt kommt, sind die Fälle, in denen ich sie angewendet habe – mit den Belegen, den Zahlen und den Fehlern.“

  • Prolog · Zehn zu neunzig
  • Geleitwort
  • Vorwort zur erweiterten Neuausgabe
  • Zwei Anrufe
  1. Kapitel 1

    Die Wortmaschine

    Sie denkt nicht. Sie rechnet. Und das ändert alles, was du sie fragst.

    In einem Satz ›

    Die Maschine rät das nächste Wort, brillant und blitzschnell. Sie hat alles gelesen und nichts erlebt.

    Im Feld: Das Angebot mit der erfundenen Produkteigenschaft gehört in Feld eins: Die Maschine schreibt, ein Mensch liest gegen. Gestrichen wurde dort nicht die Arbeit, sondern das Gegenlesen.

    Wann nicht: Wenn es auf eine einzige richtige Zahl, einen Namen oder ein Datum ankommt und du keine Zeit hast, es nachzuprüfen. Die Maschine schreibt das Wahrscheinliche, nicht das Richtige.

  2. Kapitel 2

    Das Gedächtnis, das keines ist

    Warum lange Gespräche irgendwann verdummen. Dagegen hilft ein Handgriff von einer Minute.

    In einem Satz ›

    Woran erinnert sich die Maschine? An nichts. Sie sieht nur, was auf ihrem Schreibtisch liegt, und was darauf liegt, bestimmst du.

    Im Feld: Die Übergabe am Ende eines langen Gesprächs ist Feld eins und dauert eine Minute. Was die Maschine über deine Firma wissen muss, legst du ihr hin – das Hinlegen ist deine Arbeit, nicht ihre.

    Wann nicht: Wenn die Antwort auf etwas beruht, das nur in deinem Haus steht und das du ihr nicht gegeben hast – Preise, Absprachen, der Stand von gestern. Was sie nicht bekommen hat, ergänzt sie.

  3. Kapitel 3

    Warum die Maschine lügt, ohne zu lügen

    Erfundene Zahlen, erfundene Quellen, voller Brustton. Drei Prüfgriffe dagegen.

    In einem Satz ›

    Prüfe alles, was einen Namen, eine Zahl oder ein Preisschild trägt. Die Maschine lügt nicht, sie vervollständigt.

    Im Feld: Die Recherche ist Feld eins, die Zahl, die das Haus verlässt, Feld zwei: Die Maschine sucht, du prüfst gegen eine zweite Quelle und gibst frei.

    Wann nicht: Wenn ein Fehler beim Kunden, beim Amt oder vor Gericht ankäme. Ohne zweite Quelle bleibt der Text ein Entwurf.

  4. Kapitel 4

    Die gezackte Grenze

    Übermenschlich stark, peinlich schwach – eine Aufgabe dazwischen. Teste, statt zu raten.

    In einem Satz ›

    Die Fähigkeitsgrenze der KI ist gezackt und unsichtbar – deine wichtigste Karte ist die deines eigenen Grundstücks, und du zeichnest sie selbst.

    Im Feld: Ob eine Aufgabe in Feld eins gehört, entscheidet nicht, wie routiniert sie aussieht, sondern deine Grenzkarte. Was du nie getestet hast, prüfst du wie Feld zwei, bis du es weißt.

    Wann nicht: Bei Aufgaben, die du noch nie selbst getestet hast und deren Ergebnis du nicht beurteilen kannst. Erst auf die Grenzkarte, dann in den Alltag.

  5. Kapitel 5

    Reden mit der Maschine

    Rolle, Kontext, Beispiel, Aufgabe. Und ein Pflichtsatz, den fast alle weglassen.

    In einem Satz ›

    Behandle die Maschine wie einen brillanten Neuen: Rolle, Kontext, Beispiel, Aufgabe – und dann das Gespräch, nicht den ersten Wurf.

    Im Feld: Die Mahnmail an den Kunden seit elf Jahren ist Feld drei: Die Maschine entwirft, den Ton und die Beziehung verantwortest du. Darum steht vor dem Auftrag die eigene Position.

    Wann nicht: Wenn du selbst noch nicht weißt, was du willst. Dann bekommst du einen gut formulierten Text zu einer Frage, die du nicht gestellt hast. Erst die eigene Position, dann der Auftrag.

  6. Kapitel 6

    Mehr als Text

    Sprechen statt tippen. Zeigen statt beschreiben. Bauen lassen statt selbst machen.

    In einem Satz ›

    KI ist ein Werkzeugkasten mit sechs Fächern. Der Profi greift zu dem Werkzeug für die Stelle, an der bei ihm gerade Zeit verbrennt, nicht zum glänzendsten.

    Im Feld: Die meisten Fächer des Werkzeugkastens arbeiten in Feld eins und zwei. Welches Werkzeug an welche Stelle kommt, entscheidet die Frage, wo bei dir Zeit verbrennt – nicht das Werkzeug.

    Wann nicht: Bei Bildern, Stimmen und Videos, die echt aussehen sollen und es nicht sind, sobald jemand sie für echt halten soll. Was täuschend echt ist, wird gekennzeichnet oder nicht gemacht.

  7. Kapitel 7

    Was kostet das?

    Die ehrliche Kostenrechnung. Auch die Zeilen, die auf keiner Rechnung stehen.

    In einem Satz ›

    KI wird in Tokens bezahlt und in gesparten Stunden verdient – rechne nie den Preis, rechne immer die Differenz.

    Im Feld: Die Protokoll-Rechnung ist Feld eins in Zahlen: kompliziert, häufig, korrigierbar. Ob sich ein Vorgang lohnt, entscheidet die Prüfzeit, nicht der Token-Preis.

    Wann nicht: Wenn die Prüfzeit die gesparte Zeit auffrisst. Rechne mit den Minuten Mensch, nicht mit dem Token-Preis – und lass Vorgänge aus, die so selten sind, dass sich nie eine Routine bildet.

  8. Kapitel 8

    Der Praktikant mit Doktortitel

    Brillant, unermüdlich, heute erster Arbeitstag. Ein Bild für jede Besprechung.

    In einem Satz ›

    KI ist ein Praktikant mit Doktortitel, für immer an seinem ersten Arbeitstag – delegiere an ihn nach der einen Frage, was ein unentdeckter Fehler kostet.

    Im Feld: Der Praktikant arbeitet in allen vier Feldern mit. Wie viel er darf, hängt nicht am Feld, sondern an der Frage, was ein unentdeckter Fehler kostet.

    Wann nicht: Bei allem, was rot ist: wo ein unentdeckter Fehler mehr kostet, als du an Zeit sparst, und wo dein Name daruntersteht. Dort darf die Maschine vorbereiten, aber nicht entscheiden.

    • Meine Leute machen da nicht mit
      In einem Satz ›

      Deine Leute verweigern sich nicht dem Werkzeug – sie verweigern sich einer Rechnung, die du ihnen nicht aufgemacht hast.

      Im Feld: Welche Aufgabe die Maschine übernimmt, ist Feld eins. Wie du es deinen Leuten sagst, ist Feld vier. Diesen Satz delegiert man nicht.

    • Vier Flächen
      In einem Satz ›

      Vier Flächen, vier Aufgaben: Denken, Arbeiten, Bauen, Zeigen. Was sich schneller ändert als ein Buch, gehört an eine Adresse und nicht ins Regal.

      Im Feld: Die vier Flächen sind Werkzeug für die Felder eins bis drei. Zentaur oder Cyborg ist eine Frage für Feld vier: Wie viel du abgibst, entscheidest du pro Aufgabe.

  9. Kapitel 9

    Der Stecker, den du nicht kontrollierst

    Morgen ändert dein Anbieter die Preise. Oder die Regeln. Oder schaltet ab.

    In einem Satz ›

    Gemietete Intelligenz ist ein Betriebsrisiko wie jeder andere kritische Lieferant. Kenne deine Stecker, bevor jemand anderes sie zieht.

    Im Feld: Welchem Anbieter du deine Abläufe anvertraust, ist keine Einkaufsfrage, sondern Feld vier. Die neunzehn Tage zeigen, was geschieht, wenn man sie wie Feld eins behandelt.

    Wann nicht: Bei Abläufen, die stillstehen, wenn der Anbieter ausfällt, die Preise ändert oder den Zugang sperrt – solange du keinen zweiten Weg hast. Erst die Absicherung, dann die Abhängigkeit.

  10. Kapitel 10

    KI im eigenen Haus

    Mieten oder besitzen? Was auf deinem eigenen Rechner läuft, kann dir niemand nehmen.

    In einem Satz ›

    Lokale KI ist der Unterschied zwischen Mieten und Besitzen – und sie ist ausgerechnet dort am stärksten, wo deine Daten am empfindlichsten sind.

    Im Feld: Das Diktat, das auf dem eigenen Rechner zu Text wird, ist Feld eins. Ob deine empfindlichsten Daten das Haus verlassen, ist Feld vier – und lokal ist eine Antwort, die du nicht jedes Jahr neu verhandeln musst.

    Wann nicht: Bei Aufgaben, die die größten Modelle brauchen: lange mehrstufige Analysen, schwere Schlussfolgerungen. Lokal ist der Ort für empfindliche Daten, nicht für jede Aufgabe.

  11. Kapitel 11

    Deine Daten, deine Regeln

    Was darf hinein? Was niemals? Die Datenampel und eine Seite Regeln für dein Haus.

    In einem Satz ›

    Das Datenrisiko ist der ungeregelte Umgang, nicht die KI. Eine Seite klare Regeln schlägt jede teure Software.

    Im Feld: Die Datenampel sortiert, was hinein darf; sobald die Regel steht, ist das Feld eins. Die Regel selbst – was niemals hineingeht – ist Chefsache, und sie passt auf eine Seite.

    Wann nicht: Bei personenbezogenen Daten und Geschäftsgeheimnissen in einer fremden Cloud. Anonymisieren, im eigenen Haus verarbeiten – oder gar nicht.

    • Zwei Wetten
      In einem Satz ›

      Was die Maschine kann, ändert sich mit jedem Datensatz, den jemand neu erzeugt. Wer unterscheiden lernt, wann er ihr folgt und wann sich selbst, hat einen Handgriff, der auch an der nächsten Grenze noch stimmt.

  12. Kapitel 12

    Wann KI. Und wann Intuition.

    Das Kapitel, das dem Buch den Namen gibt: zwei Achsen, vier Felder, eine Entscheidung.

    In einem Satz ›

    Kompliziertes an die Maschine, Komplexes zum Menschen – und deine beste Zeit gehört in das Feld, in dem die Maschine mitreden darf, aber nie entscheidet: Chefsache.

    Titelgebend · zur Matrix ↓
    • Die achtzig Prozent
      In einem Satz ›

      Die Mechanik steht in den anderen Kapiteln – ob du sie benutzt, entscheidet sich vor dem ersten Klick, an deinem Zustand, und den änderst du nicht mit Einsicht, sondern mit dem Körper und einem Termin.

    • Die Beweisstücke
    • Was die Maschine ihm geraten hätteGespräch mit Prof. Dr. Hermann Bühlbecker
      In einem Satz ›

      Eine Maschine hätte ihm richtig ausgerechnet, wie gering seine Chance war. Gesprungen ist er trotzdem.

    • Der blaue StrohhutGespräch mit Sebastian Boekholt
      In einem Satz ›

      Eine Tabelle hätte den blauen Hut gestrichen – und die Wand wäre beige geblieben.

  13. Kapitel 13

    Wie weit ist China wirklich?

    Zurück nach zehn Jahren, mit einer Frage im Handgepäck.

  14. Kapitel 14

    Shenzhen

    Humanoide Roboter, vier Ziffern in einem Taxi und eine Formel für heute.

    In einem Satz ›

    Die Stelle, an der etwas hakt, ist die einzige, an der du dein eigenes Urteil noch sehen kannst.

    Im Feld: Die Scheuersaugmaschine im leeren Flur und das Taxi ohne Fahrer sind Feld eins. Wen der Werkstattbesitzer einstellt, ist Feld vier – in Shenzhen genauso wie bei uns.

  15. Kapitel 15

    Eine halbe Stunde von hier

    Günstige Roboter, ein Marktplatz, eine Ausbildungsfabrik – eine halbe Stunde vom Büro entfernt.

    In einem Satz ›

    In China habe ich die Technik gesehen und niemanden gefunden, der sie mir von innen zeigen konnte – eine halbe Stunde von meinem Büro entfernt bekam ich beides, und das ist der Vorsprung, den Deutschland noch hat.

  16. Kapitel 16

    Sechs Monate in einem Schweizer Betrieb

    Ein Betrieb, ein halbes Jahr, eine vollständige Fehlerliste. Dazu fünfhundertsiebenundzwanzig Protokolle, die niemand gelesen hatte.

    In einem Satz ›

    Wer antwortet bei dir um 21:08? Diese Stelle kostet dich jeden Abend etwas, und sie steht in keiner Zahl.

  17. Kapitel 17

    Die Seele der Maschine

    Sieben Fragen, eine halbe Stunde. Danach ist es deine Maschine, nicht irgendeine.

    In einem Satz ›

    Charakter ist Verhalten, das vorher entschieden wurde – schreib deins auf eine Seite, dann muss die Maschine es nicht jeden Morgen neu raten.

    Im Feld: Die Seele schreibst du einmal, in Feld vier: wer die Maschine sein soll und wann sie einen Menschen holt. Danach arbeitet sie in den Feldern eins und drei, ohne jeden Morgen neu zu raten.

  18. Kapitel 18

    Die Maschine schreibt, ich spreche

    Pressearbeit ohne Agentur, mit echten Trefferquoten. Auch den unbequemen.

    In einem Satz ›

    Die Maschine hält die Liste, ich halte die Beziehung – und der Engpass dazwischen bin ich, nicht sie.

    Im Feld: Die Tabelle, die Adressen, das Nachfassen sind Feld eins. Das Interview, der Anruf und die Frage, wem ich schreibe, sind Feld drei und vier.

  19. Kapitel 19

    Treffen sich vier Revolutionen

    Strom, Internet, KI, Robotik: vier Umbrüche, die einzeln kamen und jetzt zusammenfallen.

    In einem Satz ›

    Strom, Internet, KI und Robotik kamen einzeln und fallen jetzt zusammen – und wie immer entscheidet nicht das Gerät, sondern der Mensch, der bereit ist, das Gebäude anzufassen.

    Im Feld: Das Gerät zu kaufen ist Feld zwei: Die Maschine rechnet vor, du wählst. Das Gebäude anzufassen – Abläufe, Rollen, Reihenfolge – ist Feld vier. Den Ertrag bringt immer das Zweite.

  20. Kapitel 20

    Was im Wert steigt

    Werde ich noch gebraucht? Die ehrliche Rechnung. Und der Satz für deine Leute.

    In einem Satz ›

    Billig wird alles, was jeder nachlesen kann. Teuer wird alles, was nie jemand aufgeschrieben hat, und davon besitzt du mehr, als in irgendeiner Datei steht.

    Im Feld: Was billig wird, liegt in den Feldern eins und zwei. Was teuer wird, liegt in drei und vier – und genau dort stehen die Leute, mit denen du das Gespräch aus diesem Kapitel führst.

  21. Kapitel 21

    Blendung erkennen

    Jede Antwort klingt gut. Dreißig Sekunden, und du weißt, ob sie es auch ist.

    In einem Satz ›

    Blendung von außen braucht Tempo, Blendung von innen braucht deinen Beifall – gegen beide hilft, was nichts kostet: eine Nacht Abstand und ein bestelltes Nein.

    Im Feld: Blendung macht aus Feld vier ein Feld eins: Eine Entscheidung fühlt sich an wie eine erledigte Aufgabe. Die Nacht Abstand holt sie zurück an den Tisch, an den sie gehört.

  22. Kapitel 22

    Die letzte Entscheidung bleibt bei dir

    Prüfen, urteilen, verantworten: die Kompetenz, die nicht von allein wächst.

    In einem Satz ›

    Lass der Maschine den Durchschnitt der Welt in Bestform. Nimm das, was noch nie im Durchschnitt lag: dein Urteil, deinen Namen, deine Entscheidung.

    Im Feld: Der Dienstag um halb drei ist der Moment, in dem Feld vier unbemerkt zu Feld eins wird. Die Frage „Wofür will ich geradestehen?“ sortiert ihn zurück.

Zum Schluss

Was hätte Leonardo da Vinci mit KI erschaffen?

Die Maschine rechnet dir die Chance aus – in welchem Feld du stehst und wer dafür geradesteht, entscheidest du.

Die Frage vom Umschlag, am Ende selbst beantwortet. Danach: Danksagung und fünf Anhänge – Die fünf Level, Die Prompt-Bibliothek, Die Quellen, Glossar und Wie dieses Buch entstanden ist.

Kapitel 12 · Das Werkzeug

Die Kintuition-Matrix

Die Frage „Sollen wir hier KI einsetzen?“ wird in deutschen Unternehmen gerade tausendfach falsch beantwortet, und zwar in beide Richtungen zugleich. Zwei Fragen genügen: Ist die Aufgabe kompliziert oder komplex – und ist sie Routine oder Entscheidung? Kompliziert ist alles, was schwierig, aber regelhaft ist. Komplex ist, was von Menschen, Beziehungen und echten Unwägbarkeiten lebt. Routine lässt sich korrigieren. Eine Entscheidung bleibt.

Routine · ↑ · Entscheidung
← kompliziertkomplex →
Feld 4 · komplex · Entscheidung

Chefsache

Die KI widerspricht, du entscheidest. Die Unternehmensfusion, die Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters, die Nachfolgeregelung, die Familienfrage im Betrieb. In diesem Feld triffst du die Entscheidung, mit deinem Urteil, deiner Kenntnis der Menschen, deiner Verantwortung. Und mit niemandem sonst.

Feld zwei und Feld vier verwechselt man am leichtesten. In Feld zwei prüfst du die Rechnung der Maschine. In Feld vier prüft die Maschine deine.

Anhang · Die Landkarte

Vom ersten Chat
zum eigenen System.

KI-Nutzung ist keine Frage von „kann ich“ oder „kann ich nicht“, sondern eine Treppe mit fünf Stufen. Fast jeder bleibt zu früh stehen — nicht aus Unvermögen, sondern weil er nicht weiß, dass es ein nächstes Level gibt.

  1. 1

    Chatten

    Der Fragensteller

    Du stellst Fragen, nimmst was kommt. Jedes Gespräch beginnt bei null – du nutzt nur einen kleinen Teil dessen, wofür du bezahlst.

  2. 2

    Dein Claude

    Der Handwerker

    Die Maschine kennt jetzt dich. Projekte mit Wissensbasis, wiederverwendbare Anweisungen. Sie klingt nach dir, nicht nach jedermann.

  3. 3

    Automatisieren

    Der Dirigent

    Du übergibst Abläufe statt Aufgaben. Es passiert Arbeit, während du nicht am Rechner sitzt — der Wochenbericht schreibt sich montags selbst.

  4. 4

    Bauen

    Der Baumeister

    Echte Software entsteht — ohne dass du programmieren kannst. Du sagst nicht mehr „gibt es dafür ein Tool?“, sondern „bau mir das“. Für die meisten der Gipfel mit dem besten Ausblick.

  5. 5

    Die Grenze

    Der Pionier

    Autonome Agenten erledigen ganze Arbeitspakete. Das Werkzeug deiner Träume und die Verantwortung dafür kommen im selben Paket.

Vom Bild zur Idee

Ein Kunstwerk löst sich auf.
Übrig bleibt, was im Buch steht.

Das Kunstwerk vom Umschlag

„Der Vitruvianische Mensch ist keine Illustration. Er ist eine Prüfung.“

Das ist kein Kunstwerk. Das ist ein Beweisstück.

Im Buch: S. 295

Kapitel 12 · Wann KI. Und wann Intuition.

„Kompliziertes an die Maschine, Komplexes zum Menschen.“

Kompliziert ist alles, was schwierig, aber regelhaft ist. Komplex ist, was von Menschen, Beziehungen und echten Unwägbarkeiten lebt.

Im Buch: S. 24

Kapitel 4 · Die gezackte Grenze

„Übermenschlich stark, peinlich schwach – eine Aufgabe dazwischen. Teste, statt zu raten.“

Die Fähigkeitsgrenze der KI ist gezackt und unsichtbar – deine wichtigste Karte ist die deines eigenen Grundstücks, und du zeichnest sie selbst.

Im Buch: S. 54

Die achtzig Prozent · Fokus, Physiologie, Story

„Also hier sind die achtzig Prozent. Es ist ein Dreieck mit einem Drehpunkt.“

Worauf du schaust, wächst. Über den Körper geht es in Sekunden. Der Satz, den du dir erzählst, bevor du das Werkzeug überhaupt öffnest.

Im Buch: S. 138

Vom Umschlag

„Das KI leuchtet orange, der Rest gehört dir.“

Zwei Arten zu wissen. Eine Kunst, die richtige zu wählen.

Im Buch: S. 21

Zum Mitnehmen

Werkzeug für deinen Schreibtisch.

Prompts mit Eingabefeldern

Der digitale Kundenstopper

Die Stele.
Fünf Stellen aus dem Buch zum Antippen.

In der City-Buchhandlung in Dormagen steht eine digitale Stele, zwei Meter neben dem gedruckten Buch. Ihre fünf Stationen gibt es hier zum Antippen.

Die ganze Stele im Browser

Deine Widmung

„Ein Satz wird diktiert, die Maschine schreibt ihn in Schreibschrift, und darunter setze ich mit der Hand meinen Namen.“

Dein Name wird nicht gespeichert.

Vorsatzblatt · Kintuition

Für dich,

wissen, wann KI.

Und wann Intuition.

Unterschrift
Am Fr 20.11.2026 echt: 35 € inklusive Buch und Signatur

Direkt beim Autor · signiert

Dein Exemplar. Mit Unterschrift.

Kintuition – Umschlag der Neuausgabe

29,00 €

gebundener Ladenpreis · Hardcover in Farbe

Erweiterte und überarbeitete Neuausgabe. Mit einem Geleitwort von Hermann Scherer, im Gespräch mit Prof. Dr. Hermann Bühlbecker.

LEVEL21 Verlag · ISBN 978-3-69020-429-3

  • SigniertJedes Buch aus diesem Shop unterschreibt Maurício Piper von Hand.
  • Mit Widmung, wenn du willstSag, für wen. Die Widmung kommt ins Buch, die Unterschrift darunter.
  • Erst lesen, dann zahlenDas Buch kommt mit Rechnung. Du überweist, wenn es da ist.
  • Versandkostenfrei in DeutschlandÖsterreich und Schweiz pauschal 9,90 €.

Erste Ausgabe schon gekauft? Schick deinen Kaufbeleg an mail@mauriciopiper.com. Die Neuausgabe bekommst du kostenlos, versprochen im Vorwort.

Kintuition

Hardcover · signiert · 29,00 €

1
Lieferland
1 × Kintuition
29,00 €
Versand
kostenlos
Gesamt
29,00 €

Endpreis · Zahlung per Rechnung nach Erhalt

Vorbestellung: Das Buch erscheint am 20. November 2026 und geht ab dann signiert in die Post. Deine Daten nutze ich nur für diese Bestellung.

Vom Umschlag der Neuausgabe

Erscheint 2027 auch auf

Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch. Merk dir deine Sprache vor – wir sagen Bescheid, wenn sie da ist.